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| Levels #4 – Arthur Zalewski | ||||||||||
| 29. Mai – 8. Juli 2001 Galerie im Parkhaus, Berlin Treptow kuratiert von Alexander Koch im Rahmen der Ausstellungsreihe »Levels # 1-10 – kuratorische Statements zur aktuellen Kunst«
Dem Medium Ausstellung sind stets historische, institutionelle und architektonische Imperative immanent. Diesen begegnete die Ausstellungsproduktion »Levels #4 – Arthur Zalewski«, indem sie den Ausstellungsraum der Galerie im Parkhaus Treptow, Berlin, als einen spezifisch codierten Handlungsraum zu formulieren suchte, in dem sich verschiedne Techniken und Taktiken der Inszenierung und der Exponierung abbilden ließen – und mit diesen zugleich auch die wechselseitigen Erwartungshaltungen und Rollenzuschreibungen innerhalb des Akteursvierecks Künstler-Kurator-Publikum-Institution. Arthur Zalewski wurde von mir eingeladen als ein Künstler, dessen Arbeitsweise sich beschreiben ließe als ein Set von unterschiedlichen Handlungsmustern, durch die ein Ort, eine Situation, eine Fragestellung oder ein Material schrittweise angeeignet und umgeschrieben werden und in neuem Gebrauch zur Aufführung kommen. Zalewskis künstlerische, performative Praxis, die sich wechselnder Medien bedient und im Umgang mit Materialien aus der Alltagskultur oftmals ephemere Zwischenprodukte hervorbringt und diese auf einer dokumentarischen Ebene reflektiert, bietet aus kuratorischer Sicht eine Reihe von Berührungsflächen innerhalb der gemeinsamen Fragestellung nach der Ausstellung als einem spezifischen (kooperativen) Handlungsfeld. Die Ausstellungsproduktion, die für »Levels #4 – Arthur Zalewski« entwickelt wurde und die sich in einer gewissen Tradition der orts- und kontextspezifischen Praxis situierte, basierte auf den räumlichen und kulturpolitischen Rahmenbedingungen der Situation im Parkhaus Treptow, Berlin, sowie auf Fragen nach der Inszenierung des Blicks (der Verführung und Inszenierung des Beobachters) und der damit verbundenen Frage nach der Konstruktion von Oberflächen (mithin Displays). In der Ausstellung kamen dabei Fotografie, Skulptur / Installation und Film, Reproduktion und Bildzitat als gleichermaßen kontextgebundene wie kontextgenerierende Praktiken zum Einsatz; als »Listen und Taktiken«( Michel de Certeau, »Kunst des Handelns«, Paris 1980 / Berlin 1988), mit deren Hilfe ein brüchiges (Re-)Präsentationsfeld in Szene gesetzt wurde, dem verschiedene (u.a. historische) Implikationen eingeschrieben sind. Herbert Bayer, Jean-Luc Godard und Blinky Palermo fungierten hier gleichsam als Stichwortgeber. Levels #4 gab implizit einen Kommentar auf das Ableben der Galerie im Parkhaus (der Austragungsort der Levels-Reihe wurde kurz darauf geschlossen) sowie auf das an vielen Orten gerne strapazierte Bild des off-space als kritischem Gegenentwurf zu den »white cubes« und den »etablierten Institutionen«. |